Thomas L. Kemmerich

Mehr Meister und Fachwirte für den Mittelstand

Einbahnstraßenförderung braucht eine echte Kehrtwende

Wir möchten mit der Initiative eine echte Kehrtwende bei der Einbahnstraßenförderung des Bundes gegenüber der akademischen Ausbildung einleiten und eine Aufwertung der beruflichen Bildung erreichen - mehr Meister statt Master ist hier der Leitgedanke.

Wir Freie Demokraten fordern erstens ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur beruflichen Bildung und dem Qualitätssigel "made in Germany" im Handwerk bzw. im Mittelstand. Zweitens eine deutliche Ausweitung der Zuschussförderung von Lehr- und Prüfungsgebühren für Meister- und Fachwirtabsolventen. Und drittens eine Vereinfachung des Förderbeantragungsprozess.

Die Freien Demokraten halten Wort und wollen mit diesem Antrag genau hier ansetzen, nämlich die gesellschaftliche Anerkennung dieser Ausbildungsberufe aufwerten. 

Es ist unter Gerechtigkeitsaspekten völlig unverständlich, warum ein Bachelorabsolvent seine Ausbildung kostenfrei vom Staat finanziert bekommt, hingegen der Fachwirt oder der Meister für seine Ausbildung persönlich aufkommen muss. Junge Menschen sollen sich nicht aufgrund finanzieller Hürden gegen eine berufliche Ausbildung entscheiden. In Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir Anreize schaffen und Barrieren abbauen. Der Mittelstand und das Handwerk "made in Germany"  ist ein Qualitätsmerkmal, das unseren Wohlstand überhaupt erst ermöglicht und tolle berufliche Aufstiegschancen bietet.

Die Bundesregierung sollte mit ihren Sonntagsreden aufhören und Handlungsmaßnahmen einleiten. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek wäre gut beraten, unseren Antrag anzunehmen und die berufliche sowie akademische Ausbildung auf Augenhöhe zu stellen.

Pressemitteilung vom 28.08.2018 und Antrag berufliche Bildung stärken